WE RIDE BREMEN #2

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WE RIDE BREMEN #2 ~

Tach auch!

Bremen, wir sind wieder zurück – irgendwo zwischen ganz schön viel Kopfsteinpflaster, Weserwind, Spezialradläden, Repair-Cafés, vollgeparkten Gehwegen und der ewigen Frage, wem die Stadt eigentlich gehört. Bremen fühlt sich anders an. Gemütlicher vielleicht. Heimeliger. Die Menschen sind offen, herzlich, man kommt schnell ins Gespräch und hat selten das Gefühl, fremd zu sein. Gleichzeitig zeigt die Stadt aber auch ihre Brüche sehr deutlich. Zwischen wunderschönen Altbauten, viel Fahrradverkehr und kleinen Cafés liegt spürbare Armut. Und obwohl hier enorm viel Fahrrad gefahren wird, bleibt das Auto tief verankert. Autofrei? Für viele weiterhin keine wirkliche Option. Genau an dieser Thematik entzündet sich gerade der große Glaubenskrieg der Stadt: MIV oder Umweltverbund? Aufenthaltsqualität oder Erreichbarkeit? Verkehrswende oder doch lieber alles wie bisher? Wir sind teilweise mit Leihrädern durch Bremen gerollt. Kein Geballer, kein Segmentjagen. Einfach schauen, fühlen, zuhören. Mal angenehm entspannt, mal überraschend unangenehm zwischen vielen Autos und breiten Straßen. Und genau daraus ist wieder ein Heft entstanden, das Bremen nicht erklären, sondern zeigen will. Wir treffen unser Covermodel Charlie vor dem vom Verfassungsschutz empfohlenen Buchladen Golden Shop, sprechen mit dem VCD über Gehwegparken, Innenstädte und politische Realität, besuchen die Freischrauber*, fahren mit „Radeln ohne Alter“ entlang der Weser und landen im Neusi’s Jazz & Bike Repair Café zwischen Vinyl, Espresso und Werkbank. Wir schauen bei Messaker Bags vorbei, treffen Laura mit ihrem Bullitt, sprechen mit Isa übers Bikepacking, begleiten Lara-Sophie von Femme All Ride Bremen und tauchen ins Teufelsmoor auf den Spuren der deutschen Malerin Paula Modersohn-Becker ein. Dazu geht es um Frauen auf dem Rad um 1900, die besondere Kunst-Radroute zum 150. Geburtstag von Paula, Spezialräder in Bremens größtem Fahrradladen dreirad.de und viele Menschen, die Bremen mit ihrer Energie prägen. Diese Ausgabe ist vielleicht weniger laut als jene in anderen Städten. Weniger „höher, schneller, weiter“. Aber genau das macht sie besonders. Bremen rollt nicht hektisch. Bremen rollt eigen.

Wir sehen uns im Herbst wieder!

Viel Freude mit der Ausgabe wünscht euch euer WE RIDE-Team.


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